Hörsturz (Morbus Meniere)

Morbus Meniere ist eine Erkrankung des Innenohres, bei der der Druck der Innenohrflüssigkeiten Anfallsweise erhöht ist. Die Ursache dieser plötzlichen Drucksteigerung ist bisher nicht bekannt. Möglicherweise spielt hier das vegetative Nervensystem eine ursächliche Rolle. Als Auslöser für Meniere Anfälle kommen nicht selten psychische Erregung oder Stress Situationen in Frage.

Der echte Morbus Meniere ist eine seltene Krankheit. Genaue Statistiken sind nicht zu haben, da häufig auch andere Schwindelerkrankungen mit einem Morbus Meniere verwechselt werden. Bei dem einzelnen Patienten ist die Häufigkeit von Anfällen sehr unterschiedlich. Von mehreren Anfällen pro Woche bis einzelne Anfälle pro Jahr ist alles möglich. Auch längere Pausen von Monaten oder sogar Jahren sind möglich.

Nach neusten Erkenntnissen tritt der Morbus Meniere im Verlauf der Krankheit erstaunlicherweise in über 40% beidseitig auf. Meist ist zunächst nur ein Ohr befallen bevor dann oft Jahre später das andere folgt. Bis heute ist keine Behandlung bekannt, die einen Morbus Meniere vollständig und in allen Fällen ausheilen kann. Bei fortgeschrittenem Krankheitsverlauf besteht immer eine Innenohrschwerhörigkeit, die nicht mehr rückgängig zu machen ist. Die Schwindelanfälle allerdings können in vielen Fällen völlig geheilt werden.

Einflüsse von Stress oder Emotionen gibt es, da Morbus Meniere Patienten häufig sensible, vegetativ empfindliche Menschen sind. Einen Zusammenhang mit Migräne bzw. Kopfschmerzen ist bei Morbus Meniere kein typisches Symptom und kann somit ausgeschlossen werden. Ein Zusammentreffen scheint eher zufällig zu sein.

Im anfallfreien Zeitraum ist in den meisten Morbus Meniere Fällen Auto fahren möglich, da sich Anfälle bei den meisten Patienten vorher durch bestimmte Symptome ankündigen.

Nach heutigem Erkenntnisstand ist Morbus Meniere keine Erbkrankheit.

Zu den Beschwerde zählen

1. Hörverlust

Als Hörsturz bezeichnet man eine plötzliche, ohne erkennbare Ursache auftretende, unterschiedlich starke Hörminderung bis zur Ertaubung. In den meisten Fällen ist nur ein Ohr betroffen. Verantwortlich für das Leiden ist eine Schädigung der Sinneszellen in der Gehörschnecke; es handelt sich also um eine Schädigung des Innenohrs. Ein Hörsturz kann grundsätzlich in jedem Lebensalter auftreten, der Häufigkeitsgipfel liegt bei ca 50 Jahren. Männer und Frauen sind gleichstark betroffen.

2. Tinnitus - der quälende Dauerton im Ohr

Zivilisationskrankheit Ohrensausen

Tinnitus oder das Rauschen im Kopf - mit drei Millionen Erkrankten in Deutschland wird dieses Phänomen zu einer Zivilisationskrankheit. Wer fortwährend mit Reizen überflutet wird, muss sich nicht wundern, dass der Kopf von Empfang auf Senden umschaltet. Es piept und rauscht und lässt sich nicht abstellen.

Tinnitus ist der medizinsche Fachausdruck für Ohrgeräusche oder Ohrensausen. Jeder Vierte von uns hat dieses Phänomen schon einmal erlebt: Plötzlich zischt, rauscht, pfeift oder summt es im Ohr und alle anderen Geräusche in der Umgebung werden übertönt.

Vertigo (Schwindel)

Der Ton kommt von innen

Jeder weiß, wie stark ein tickender Wecker oder ein tropfender Wasserhahn in der Nacht nerven kann - solche Geräusche können wir abstellen. Für einen Tinnitus aber gibt es in der Regel keine äußere Schallquelle, die wir einfach abstellen können. Der Ton kommt von innen, aus dem eigenen Körper und wird - bis auf wenige Ausnahmen - nur von dem Betroffenen wahrgenommen. Die Ohrgeräusche nennt man deshalb auch "subjektiven" Tinnitus. Es gibt unterschiedliche Formen des Tinnitus. So kann beispielsweise die Lautstärke der Ohrgeräusche sehr unterschiedlich sein: Es gibt Betroffene, die die Geräusche nur einseitig hören, andere wiederum haben ein Rauschen auf beiden Ohren oder sogar im ganzen Kopf. Die Tinnitus-Symptome können schlagartig beginnen, oder sie setzen schleichend ein und steigern sich innerhalb weniger Stunden zu einem Dauerton. Grundsätzlich gilt: Tinnitus ist keine Krankheit. Tinnitus ist zunächst ein Symptom - vergleichbar mit Schmerz. Das Rauschen, Knarren oder Piepen im Ohr weist darauf hin, dass irgendetwas im Körper oder im seelischen Bereich nicht stimmt.

Die wichtigsten Problemfelder in der Neurologie

Bandscheibenvorfall (Halswirbelsäule und Lendenwirbelsäule) Kopfschmerzerkrankungen Migräne, Sehstörungen Kompressionssyndrom einzelner peripherer Nerven z. B. Karpaltunnel-Syndrom Schwindel und Gleichgewichtsstörungen Nichtentzündliche Hirnerkrankungen (Multiple Sklerose) Entzündliche Hirnerkrankungen (Borreliose) Parkinsonsche Erkrankungen Hirngefäßerkrankungen Hirntumoren Muskelerkrankungen Epilepsie, Ausschluss zentral-neurologischer Erkrankungen Restless-Legs-Syndrom Schlaganfall und dessen Früherkennung Morbus Meniere, Hörsturz, Tinnitus