Schlaganfall

Todesursache Nummer 3. Jährlich erleiden in Deutschland 200.000 Menschen einen Schlaganfall. Jeder fünfte Betroffene stirbt. Etwa die Hälfte der Überlebenden trägt schwere Behinderungen davon, bleibt dauerhaft behindert, mit Erinnerungslücken, unfähig zu sprechen. Schlaganfälle sind extrem gefährlich, weil sie sich nicht ankündigen. Die Symptome zeigen sich wie der Blitz aus heiterem Himmel: plötzliches Schwindelgefühl, eine Sprach- oder Sehstörung, eine momentane Lähmung.

Plötzliche Mangeldurchblutung (Ischämie) des Gehirns, weil ein zum Gehirn führendes Blutgefäß pötzlich verstopft wird oder eine Blutung durch den Riß eines Blutgefäßes ausgelöst wird. Durch diese Störungen erhalten die Nervenzellen im Gehirn zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe, so daß sie zugrunde gehen. Theoretisch kann jeder Mensch einen Schlaganfall erleiden - vom Säugling bis zum Greis. Die Wahrscheinlichkeit eines Schlaganfalles steigt jedoch mit zunehmendem Alter. Risikofaktoren: Bluthochdruck, Rauchen, Herzrhythmusstörungen, Diabetes, ein erhöhter Cholesterinspiegel, Übergewicht, Bewegungsmangel. Menschen, in deren Familie bereits ein Schlaganfall aufgetreten ist, sind gefährdet, denn die Veranlagung ist erblich.

Ein Schlaganfall kommt nicht in Minuten, das Risiko entsteht in Jahrzehnten

Ein Schlaganfall kann jeden treffen - vom Säugling bis zum Greis. Grundsätzlich ist der Schlaganfall keine reine "Alterskrankheit". Allerdings: die Wahrscheinlichkeit, einen Schlaganfall zu erleiden, steigt mit zunehmendem Alter.

Einem Schlaganfall können nicht beeinflussbare und beeinflussbare Risikofaktoren zugrunde liegen. Wichtig zu wissen ist, dass die Risikofaktoren für Gefäßerkrankungen (Schlaganfall, Herzinfarkt, arterielle Verschlußkrankheit) sich gegenseitig beeinflussen und dieses negative Zusammenspiel sich in einem erhöhten "globalen" Gesamtrisiko äußert. Dabei addieren sich die Risikofaktoren nicht, sondern potenzieren sich.

Nicht beeinflussbare Faktoren

Alter

Das Schlaganfall-Risiko steigt mit zunehmendem Lebensalter deutlich an. So ereignen sich ca. 50 Prozent aller Schlaganfälle in der Altersgruppe der über 75jährigen. Aber auch jüngere Menschen können einen Schlaganfall erleiden. Man schätzt, dass ca. 15 Prozent aller Schlaganfall-Patienten jünger als 45 Jahre sind.

Vererbung

Ist in der Familie bereits ein Schlaganfall aufgetreten, sollten Familienmitglieder unbedingt eine konsequente Vorbeugung betreiben. Besonders dann, wenn eine oder mehrere der folgenden vererbbaren Erkrankungen aufgetreten sind: Bluthochdruck, Störungen der Blutgerinnung, Herzfehler, Diabetes mellitus und Fettstoffwechselstörungen.

Beeinflussbare Faktoren

Damit Sie wissen, worauf Sie achten sollten, finden Sie hier die wichtigsten Risikofaktoren einschließlich medizinisch empfohlener Wertebereiche. Gemeinsamer Nenner der meisten Risikofaktoren und die Ursache für die meisten Schlaganfälle ist die Arteriosklerose.

Durch die Einlagerung von Cholesterin, Blutzellen, Bindegewebe und Kalksalzen wird die normalerweise elastische Gefäßwand zunehmend starr. Die glatte Innenwand der Gefäße wird rau, die Ablagerungen wachsen an, so dass sich das Gefäß immer mehr verengt. Dort können Blutgerinnsel (Thromben) entstehen, die in kleinere Hirnarterien geschwemmt werden können und diese verschließen.

Die wichtigsten Problemfelder in der Neurologie

Bandscheibenvorfall (Halswirbelsäule und Lendenwirbelsäule) Kopfschmerzerkrankungen Migräne, Sehstörungen Kompressionssyndrom einzelner peripherer Nerven z. B. Karpaltunnel-Syndrom Schwindel und Gleichgewichtsstörungen Nichtentzündliche Hirnerkrankungen (Multiple Sklerose) Entzündliche Hirnerkrankungen (Borreliose) Parkinsonsche Erkrankungen Hirngefäßerkrankungen Hirntumoren Muskelerkrankungen Epilepsie, Ausschluss zentral-neurologischer Erkrankungen Restless-Legs-Syndrom Schlaganfall und dessen Früherkennung Morbus Meniere, Hörsturz, Tinnitus